Beurteilungsbogen

Das Ergebnis einer Mitarbeitebeurteilung sollte schriftlich in einem Beurteilungsbogen festgehalten werden. Allerdings ist bei der Anwendung der freien Beurteilung der Beurteiler an kein vorgegebenes Formular gebunden. Der Beurteiler selbst entscheidet über die Wahl seiner Beurteilungskriterien, seines Bewertungsmaßstabes und den Aufbau der Beurteilung. Die Ausprägungen der Beurteilungskriterien werden verbal beschrieben. Der Charakter einer solchen Beurteilung ist insofern eher mit dem eines Gutachtens oder Zeugnisses vergleichbar.

Bei der gebundenen Beurteilung werden dem Beurteiler die Bewertungsmaßstäbe und die Beurteilungskriterien in einem Beurteilungsbogen vorgegeben. Der Beurteiler hat auf diese Vorgaben keinen Einfluss. In der Regel wird die Skala der Fertigkeiten und Kenntnisse auf einige wenige Grundbereiche reduziert. Dem Beurteiler wird damit der Vorgang des Beurteilens erleichtet. Ein Hauptvorteil der gebundenen Beurteilung liegt in der einheitlichen Vorgehensweise, die zusätzlich die Vergleichbarkeit verschiedener Beurteilungen sicherstellt. Dadurch können die Ergebnisse der Beurteilungen zu statistischen Auswertungen, z. B. Strukturuntersuchungen oder der Ermittlung unternehmensspezifischer Durchschnittswerte herangezogen werden. Außerdem können auf Grundlage der gewonnenen Daten kurzfristig Entscheidungen entsprechend der mit der Mitarbeiterbeurteilung verfolgten Zielsetzung herbeigeführt werden.
Je nach Art des praktizierten Verfahrens wird der Beurteilungsbogen entweder vom Vorgesetzten allein ausgefüllt oder teilweise bzw. ganz im Beisein des Mitarbeiters während des Beurteilungsgesprächs. Der Beurteilungsbogen kann außerdem als Orientierungshilfe bei der Vorbereitung des Beurteilungsgesprächs herangezogen werden. Im Gespräch kann er als Strukturierungshilfe genutzt werden.